Meinungen der Bürgerinnen und Bürger
Beim Stand des Kraftwerksforums am Tag der offenen Tür 2010 des Kraftwerks Staudinger, aber auch beim Mobilen Bürgerbüro des Forums im April 2011 wurden nicht nur viele Fragen gestellt - es herrschte auch Diskussionsbedarf. "Die Menschen wünschen sich eine neutrale Diskussion", stellte eines der Forumsmitglieder vor Ort fest.
Hier lesen Sie die Statements und Meinungen der Bürgerinnen und Bürger zum Kraftwerk Staudinger und zum geplanten Neubau des Blocks 6: Das Kraftwerksforum beschäftigt sich mit den Sorgen und den Positionen der Menschen aus der Region.
Ihre Fragen sind noch nicht beantwortet oder Sie haben auch Anregungen und Wünsche? Dann besuchen Sie unsere Dialogseite.
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Man kann nicht gegen alles sein.
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Die Anfahrt der LKW in der Bauphase sollte nicht durch Großauheim erfolgen.
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Während der Bauphase wird sich ein erhöhtes Lkw-Verkehrsaufkommen nicht vermeiden lassen. E.ON hat jedoch sicherzustellen, dass die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung so gering bleiben. Hierbei gibt es von der Genehmigungsbehörde strikte Auflagen. Der Schwerlastverkehr darf das Kraftwerk nur über die Depotstraße anfahren.
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Ich hätte gerne eine Windkraftanlage auf meinem Grundstück.
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Zuständig für solche Entscheidungen sind lokale Baubehörden. In vielen Gegenden sind aber Anlagen unter fünf bis zehn Meter Gesamthöhe genehmigungsfrei. Allerdings gibt es in der Regel bestimmte Auflagen, zum Beispiel in Hinblick auf den Geräuschpegel. Sie müssten sich gegebenfalls beim Bauordnungsamt des Main-Kinzig-Kreises erkundigen.
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Ich bin dafür, den geplanten Neubau aufzugeben, aber trotzdem die Arbeitsplätze im Kraftwerk zu erhalten.
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Wenn am Standort lediglich die Blöcke 1 bis 3 altersbedingt vom Netz gehen und keine neue Investition stattfindet, wird sich ein deutlicher Abbau von Arbeitsplätzen im Kraftwerk nicht vermeiden lassen.
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Es sollte mehr Informationsstände über die Planung geben.
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Das Kraftwerksforum informiert regelmäßig nach seinen Sitzungen die Presse über die neuesten Entwicklungen. Auch auf Bürgerveranstaltungen und mit Hilfe von Mobilen Bürgerbüros wendet sich das Forum direkt an die Bevölkerung aus der Region. Der Forumsblick, der an die Haushalte in der Umgebung des Kraftwerks geliefert wird, beleuchtet ebenfalls aktuelle Aspekte rund um den geplanten Neubau. Wenn Sie weitere, konkrete Fragen zum Bau von Block 6 haben, können Sie diese gerne hier stellen.
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Wir brauchen eine neue Debatte über den Energiemix für die Zukunft.
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Diese Debatte ist zur Zeit ein großes Thema in der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Auf Grund der traurigen Entwicklungen in Japan wird der Energiemix der Zukunft auch für Deutschland neu diskutiert. Das Kraftwerksforum hatte und hat dieses Thema immer wieder auf seiner Agenda. Der Schritt in Richtung erneuerbare Energien muss in jedem Fall gegangen werden, darüber sind sich die Forumsmitglieder einig.
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In der Öffentlichkeit sollte mehr über Pro und Contra diskutiert werden.
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Sachliche, offene und transparente Diskussionen sind das Ziel des Kraftwerksforums Staudinger. Die Presse wird nach jeder Sitzung über die Ergebnisse der Diskussionen informiert. Wenn Sie sich persönlich in die Diskussion einbringen möchten, können Sie gerne unsere Dialogseite nutzen, um Ihre Fragen, Wünsche und Anregungen vorzubringen.
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Die Ergebnisse der Raumordnungsvergabe wurden ignoriert.
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Im Zusammenhang mit dem geplanten Neubauvorhaben wurde ein umfassendes, länderübergreifendes Raumordnungsverfahren vorgenommen. In diesem Verfahren wurde das Bauvorhaben Block 6, mögliche Alternativen zu diesem Kraftwerk (zum Beispiel ein kleineres Kohlekraftwerk, ein Gaskraftwerk, der Einsatz dezentraler Erzeugung oder erneuerbarer Energien) umfassend geprüft und bewertet. Im Vordergrund stand hierbei neben den Fragen der Raumplanung insbesondere die energiewirtschaftliche Notwendigkeit für den Bau des neuen Kraftwerks für die Stromversorgung in Hessen. Die Behörde ist im Juni 2009 zu dem abschließenden Ergebnis gekommen, dass Block 6 mit den Erfordernissen der Raumordnung übereinstimmt, wenn alle geforderten Maßgaben eingehalten werden.
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Es sollte eine Initiative zum Stromsparen von E.ON geben.
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Solche Initiativen gibt es bereits, beispielsweise die Energie-Spar-Tour. Mit dieser Tour fährt E.ON über 200 Städte an und informiert vor Ort über Möglichkeiten, Energie zu sparen. Online zeigt E.ON ebenfalls verschiedene Tipps zum Energiesparen auf. Des Weiteren gibt es Energiespartarife, bei denen energiesparendes Verhalten belohnt wird. Wenn Sie sich einen Überblick über die Initiativen von E.ON zum Energiesparen informieren möchten, können Sie dies auf den Internetseiten des E.ON Vetriebs tun, unter der Rubrik Energie und Zukunft.
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Wenn Block 6 gebaut wird, müssen die Blöcke 1 bis 3 wirklich geschlossen werden.
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Ein gleichzeitiger Betrieb der Blöcke 1-3 und von Block 6 ist nicht zulässig. Spätestens wenn Block 6 in Betrieb genommen wird, müssen die Blöcke 1 bis 3 stillgelegt werden. Dies ist in der 1. Teilgenehmigung für Block 6 festgeschrieben. Block 2 ist schon seit 2001 nicht mehr in Betrieb. Block 3 wird zum 31. Dezember 2012 von Netz gehen. Block 1 darf von E.ON länger betrieben werden, weil sich der Bau von Block 6 gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan nach hinten verschoben hat.
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Bei schlechtem Wetter sind Wolken vom Kraftwerk bedrückend.
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Bei schlechtem Wetter ist die Luft schon von Wasser gesättigt, so dass die Dampfschwaden des Kraftwerks noch schneller sichtbar sind. Die Dampfschwaden sind jedoch nicht gefährlich. Das Kraftwerksforum hat sich in seinen Sitzungen auch über das Thema ausgetauscht. Es ist geplant, dass die Ableitung des Rauchgases aus Block 6 über einen Kühlturm erfolgt. Ein so genannter Naturzugnasskühlturm soll dafür errichtet werden. Bei der Ableitung der Kühlschwaden über den Kühlturm gelangen die Rauchgase in deutlich höhere Sphären und verteilen sich besser als wenn sie separat über einen Kamin abgeleitet werden.
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Die Grundstücke verlieren an Wert.
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Der Neubau von einem Kraftwerk darf nur dann genehmigt werden, wenn sämtliche Bestimmungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes sicher eingehalten werden. Die strengen Zulassungsvoraussetzungen stellen sicher, dass vom Kraftwerksbetrieb keinerlei relevante Gefahren oder Beeinträchtigungen für die umliegenden Grundstücke und deren Nutzung ausgehen (siehe bei "Gestellte Fragen" die Antwort zu Gesundheit und Lebensmitteln). Wenn der Betrieb des Kraftwerks keine relevanten Auswirkungen auf anliegende beziehungsweise benachbarte Grundstücke oder deren Nutzung haben wird, kann dadurch – zumindest nach objektiven Kriterien – auch keine Wertminderung verursacht werden. Das subjektive Empfinden kann natürlich von dieser Sicht abweichen.
Allerdings sollte auch beachtet werden, dass das Kraftwerk Staudinger nun schon seit über 40 Jahren existiert. Die Grundstücke befanden sich stets in der Nähe des größten konventionellen Kraftwerks in Hessen. Dieses Kraftwerk wird nun verändert – indem alte Kraftwerke stillgelegt und ein neuer Block errichtet werden sollen.
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Es sollte mehr Informationsveranstaltungen für die Bürger geben.
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Den Mitgliedern des Kraftwerksforums ist es wichtig, sich mit den Bürgerinnen und Bürgern aus der Region auszutauschen. Deshalb veranstaltet das Forum Bürgerveranstaltungen und Mobile Bürgerbüros. Termine dafür finden Sie einige Tage vorher hier auf der Internetseite. Möchten Sie direkt konkrete Informationen, können Sie Ihre Fragen gerne hier auf unserer Dialogseite stellen.