Kraftwerksforum diskutiert Vorschläge für Klimafonds

Großkrotzenburg, 3. Dezember 2009. Bei der 17. Sitzung des Kraftwerksforums Staudinger am Mittwoch haben die Forumsmitglieder konkrete Vorschläge für einen Klimafonds diskutiert. Das Forum beschloss im Falle einer Umsetzung die Bürger aus der Region in den Klimafonds einzubeziehen. „Es ist wichtig, beim Klimafonds eine breite Bürgerbeteiligung zu erreichen. Möglichst viele Bürger sollten ihre Ideen einbringen.“, so Pfarrer Heinz-Wilhelm Daume vom Kirchenbezirk Am Limes. 

Mit dem Klimafonds würde das Forum regionale Projekte fördern, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Außerdem böte der Fonds die Möglichkeit, sich zu engagieren und Projekte umzusetzen, die der Region zugute kommen. Die zu fördernden Projekte würde eine Jury auswählen. Diese könnte aus den Mitgliedern des Kraftwerksforums und unabhängigen Experten bestehen. Wie der Klimafonds genau aussehen soll und ob das Forum ihn tatsächlich umsetzt, werden die Teilnehmer in der nächsten Sitzung im Februar 2010 entscheiden.   

E.on hatte sich in der letzten Sitzung grundsätzlich bereit erklärt, eine Solaranlage auf dem Gelände des Kraftwerks errichten zu lassen. Inzwischen hat das Unternehmen mehrere Angebote eingeholt und verglichen. Den Angebotsvergleich präsentierte der E.on-Projektleiter Dr. Herbert Urban im Forum. Gemeinsam mit Dr. Jörg Wörner vom Solarverein Großkrotzenburg möchte Urban die Angebote genauer beleuchten und anschließend im Forum diskutieren. Wörner ist Mitglied des Kraftwerksforums und hatte den Vorschlag in das Forum eingebracht.

Außerdem Thema im Forum: das Ende des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens für den geplanten Block 6. Das Forum ging in diesem Zusammenhang noch einmal näher auf die befürchtete Quecksil-berbelastung ein. Urban bekräftigte in diesem Zusammenhang, dass die Belastung weit unter den gesetzlichen Grenzwerten liege. Er berichtete, dass E.on derzeit dennoch Verfahren prüfe, um die Emissionen weiter zu verringern.