Großkrotzenburg, 11. Januar 2010. Bei der 18. Sitzung des Kraftwerksforums Staudinger am Mittwoch haben die Forumsmitglieder die CCS-Pilotanlage zur Abspaltung von CO2 auf dem Gelände des Kraftwerksforums Staudinger besichtigt. Außerdem sprachen sie sich für einen Klimafonds aus. Der von E.on finanzierte Fonds soll Klimaschutzprojekte in der Region fördern. Ebenfalls auf der Agenda: die geplante Solaranlage auf Kraftwerksbauten. Außerdem sprach das Forum über die Belastung der Region durch Lärm und Quecksilber.
Das Forum sprach sich bei der Sitzung am Mittwoch für den bereits bei der letzten Sitzung diskutierten Klimafonds aus und beschloss, die genauen Rahmenbedingungen bei einem getrennten Termin festzulegen. Einige Forumsmitglieder regten an, mit dem Klimafonds die unmittelbar betroffenen Kommunen in besonderer Weise zu berücksichtigen.
In Zusammenhang mit der geplanten Solaranlage betonte der Projektleiter von E.on Kraftwerke, Dr. Herbert Urban, dass die Anlage wirtschaftlich sein müsse.
Außerdem informierte E.on die anderen Forumsmitglieder über die Nachforderungen aus dem immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren. Mit Blick auf die Quecksilberbelastung wird E.on den Rauchgasreinigungsprozess verändern, um die Belastung weiter zu verringern. Auf diese Weise kann Quecksilber mithilfe eines neuartigen Katalysators oxidiert und zu großen Teilen entfernt werden. Der E.on-Projektleiter be-kräftigte in diesem Zusammenhang noch einmal, dass die Belastung schon jetzt weit unter den gesetzlichen Grenzwerten liege. Viele Menschen befürchten, dass das Quecksilber den Fischen im Main schaden und sich dies negativ auf das Fischereigewerbe auswirken könnte. Das Forum beschloss, diesen Themenaspekt bei der nächsten Sitzung am 27. April 2010 ausführlich zu erörtern. Außerdem will das Forum die Lärmbelastung, die durch den Kohletransport mit dem Zug entsteht, genauer unter die Lupe nehmen.
Präsentation E.on Kraftwerke zur Verringerung der Quecksilberemissionen