Großkrotzenburg, 22. September 2010. Die Mitglieder des Kraftwerksforums Staudinger diskutierten am Mittwoch die Ereignisse im Kohlekreislager des Kraftwerks, die im Juli zu großer Besorgnis in der Bevölkerung geführt hatten. Dazu referierte Kraftwerksleiter Edgar Kaufhold von E.ON. Im Anschluss an das Forum wurde die Bürgerveranstaltung zum Thema Bahnlärm nachgeholt, die im Juli wegen Krankheit ausgefallen war. Reinhard Nagel vom TÜV Nord stellte die Messungen vom Juni 2010 vor. Die Vorarbeit für die Diskussion des Themas Bahnlärm hatte die Agenda Verkehr geleistet.
Kaufhold erklärte dem Forum noch einmal detailliert, was im Juli im Kohlekreislager des Kraftwerks Staudinger geschah. Er verstehe, dass gerade die Geruchsentwicklung für die umliegenden Anwohner sehr ärgerlich gewesen sei. Jedoch kam Kaufhold zu dem Er-gebnis: „Unsere vorsorgenden Brandschutzmaßnahmen haben gewirkt, es kam zu keinem Feuer.“ Trotzdem wird E.ON wie vom Regierungspräsidium angeordnet zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen umsetzen. Die Forumsmitglieder stellten Fragen zu dem Umgang mit der erhitzten Kohle und zu den Gassensoren im Kohlekreislager.
Julia Katzenbach-Trosch von E.ON erläuterte zu Beginn der Bürgerveranstaltung, wie und wo die Kohlezüge fahren. Nagel stellte daraufhin die Messergebnisse zum Bahnlärm vor. Verglichen wurde dabei der Geräuschpegel vor einer Schmierung der Weichen und nach der Schmierung. „Werden die Weichen geschmiert, kommt es zu einer erheblichen Minderung des Geräuschpegels“, lautete Nagels Fazit. E.ON formulierte gemeinsam mit den Anwe-senden drei zentrale Lösungsansätze, um die Geräuschsbelästigung zu mindern: Eine regelmäßige Schmierung der Weichen sowie ein regelmäßiges Stopfen der Gleise und das ausschließliche Einsetzen von E-Loks. Auch die Deutsche Bahn soll hierzu angesprochen werden