Gemeinsame Sachaufklärung und Projekte angehen

Diskussion zum Zweck des Forums / weitere Sachaufklärung zur Kraftwerksplanung und Projekte im Forum angehen

Großkrotzenburg, den 25. Oktober 2007. Bei der heutigen Sitzung des Kraftwerksforums Staudinger wurden unter anderem der Zweck des Forums, die gemeinsame Sachaufklärung und die Möglichkeit Projekte in den Bereichen wie Energieeffizienz, Fernwärme und Regenerative Energien intensiv diskutiert. Die nächste Sitzung des Kraftwerksforums findet am 5. Dezember 2007 statt.

Am Beginn der Sitzung stand die Diskussion darüber, ob E.ON Kraftwerke bereit sei, im Forum über den Block 6 zu verhandeln. E.ON stellte erneut klar, dass der Bau des Blocks 6 nicht zur Verhandlungsmasse des Forums gehöre. Es gebe hierfür das ergebnisoffene ROV und das Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz. Man könne jedoch im Forum Themen diskutieren, die für die Prüfung der Varianten im Raumordungsverfahren wichtig seien. Das Forum verständigte sich in der heutigen Sitzung darauf, Themen wie beispielsweise die Verfügbarkeit und Reichweite der Steinkohle oder die Gesundheitsauswirkungen des geplanten Blocks im Forum zu diskutieren und damit gemeinsam an einer Sachaufklärung zu arbeiten. Bei der Sachaufklärung zum Energieträger Steinkohle einigte sich das Forum auf Leitfragen, die nun in den nächsten Sitzungen mit externen Referenten diskutiert werden.

Daneben machte E.ON klar, dass man im Forum die Chance zu einem Dialog zur Diskussion über parallele Maßnahmen zur Förderung regenerativer Energien und Steigerung der Energieeffizienz sehe. Die Reaktion auf die Festlegung des Unternehmens, nicht über Block 6 zu verhandeln, waren im Forum unterschiedlich. Die Bürgerinitiative Stopp Staudinger kündigte zur nächsten Sitzung ihren Austritt für den Fall an, dass sich an dieser Festlegung nichts ändere. Andererseits wurde auch von Seiten der Kritiker die Bereitschaft geäußert, trotz der grundsätzlichen Kritik an der Position des Unternehmens weiter an gemeinsamen Projekten in Bereichen wie Energieeffizienz, Fernwärme und Regenerative Energien zu arbeiten. Man könne hier in Arbeitsgruppen gemein-same Projekte auf den Weg bringen, die unabhängig vom Block 6 umgesetzt werden könnten. 

Zum Kohlelager wurde befürchtet, dass nach einer Genehmigung und der Bau der zwei Lager in der beantragten Größe ein Sachzwang für einen Block 6 entstehe. E.ON wies das zurück. Es gab Einigkeit darüber, dass ein eingehaustes Kohlelager weniger Emissionen verursacht.  Es wurde der Vorschlag diskutiert zunächst nur ein Kohlelager zu bauen. Die Diskussion wird zur nächsten Sitzung fortgeführt.