Regionaler Umweltfonds auf dem richtigen Weg. Fischer informieren über Quecksilber im Main.

Hanau, 28. April 2010. Im Kraftwerksforum Staudinger war am Dienstag Harald Halfpaap, Geschäftsführer von proKlima e. V., zu Gast. Er gab den Forumsmitgliedern Anregungen für den vom Forum geplanten Umweltfonds. Dabei zog Halfpaap den Klimafonds der Stadt Hannover als Beispiel heran. Außerdem hatte das Forum Vertreter des Fischereigewerbes aus der Mainregion eingeladen. Ebenfalls Gast im Forum war ein Mitarbeiter des hessischen Landeslabors, der Lebensmittel auf Schadstoffe untersucht. Viele Menschen befürchten, dass durch das Kraftwerk unzulässige Mengen an Quecksilber in den Main und über die Fische in die Nahrungskette gelangen. Über diese Frage verschaffte sich das Forum gemeinsam mit den Referenten Klarheit. 

Als erstes stand im Forum der Umweltfonds auf der Agenda. Harald Halfpaap gab in der Sitzung Hinweise für die Zusammensetzung der Jury, die Struktur sowie mögliche Förderkriterien. Förderfähig könnten beispielsweise Projekte sein, die CO2 vermeiden oder reduzieren, die innovativ sind und Vorbildfunktion haben. Der Vortrag bestätigte: der vom Forum geplante Fonds ist auf dem richtigen Weg.

 Thema im Forum war außerdem die seit längerem diskutierte Solaranlage auf Gebäudeteilen des Kraftwerks Staudinger. Der Solarexperte Jörg Wörner hatte sich bisher dafür ausgesprochen, die Anlage auf dem Dach des Kohlelagers zu installieren. Dies hat sich inzwischen als unwirtschaftlich erwiesen. Bei der Sitzung sprach das Forum über mögliche Alternativen auf dem Gelände des Kraftwerks Staudinger.

 Was die Diskussion um das Quecksilber im Main angeht, ließen sich die Forumsmitglieder zunächst von Torsten Augustin erklären, wie das Landeslabor Fisch auf Schadstoffe untersucht. Augustin legte im Forum die Verlässlichkeit der Analysen dar. Olaf Adam von der Fischereizunft e. V. Steinheim am Main berichtete, dass der Main Untersuchungen zufolge nicht in besonderem Maße mit Quecksilber belastet sei. Im Augenblick läuft eine neue Untersuchungsreihe. Adams Fazit: Panikmache in der Öffentlichkeit auf Kosten der Fischer. Er forderte E.ON dazu auf, in den Medien deutlicher klarzustellen, dass der Quecksilbergehalt im Main weit unter den gesetzlichen Grenzwerten liegt. Alwin Kaiser von der Arbeitsgemeinschaft Main e. V. pflichtete ihm bei. Ihm sind vielmehr die Wasserkraftwerke ein Dorn im Auge, da diese seiner Auffassung nach eine viel größere Gefahr für die Fische darstellen.